Skulpturenweg am Radweg Oeventrop

Eröffnung des Skulpturenweges - Supererfolg für INO

Bei strahlendem Sonnenschein konnte am Samstag, 29.8.2015, Olaf Spindeldreher (1. Vors.) insgesamt knapp 100 Gäste aller Altersgruppen zur Skulpturenwanderung begrüßen.

Ruhebank Treffpunkt war um 14 Uhr auf dem Ruhrtalradweg Höhe Gut Wildshausen an der von einem Oeventroper gestifteten neuen Ruhebank. Radfahrer sowie Wanderer können hier Kraft tanken und die gegenüberliegende Pflanzenwelt an der Ruhr bestaunen. Lobend wurde angemerkt, dass der Verein noch weitere Sitzgelegenheiten in Oeventrop aufstellen möchte und bestehende, renovierungsbedürftige Bänke wieder instand setzen will.

Catering-Service kleine Köstlichkeiten Christoph Gierse platzierte jeweils in der Nähe einer Station den "Catering-Service", an dem die Teilnehmer der Wanderung - aber auch vorbeifahrende Radfahrer - mit gekühlten Getränken und kleinen Köstlichkeiten stets bestens versorgt wurden.

Pusteblume In unmittelbarer Nähe befindet sich am Rande einer Kuhweide die 1. Skulptur Pusteblume von dem Oeventroper Apotheker Achim Hülshoff, die feierlich von Monika Kraas enthüllt wurde:

Besonders im April und Mai leuchtet auf der Wiese der gelbe Löwenzahn. Kurze Zeit später fliegen uns die Fallschirme der Pusteblumen um die Nase. Die Pflanze entwickelt sich in nur wenigen Tagen vom Löwenzahn zur Pusteblume. Die fragilen kleinen Fallschirme können zwischen zwei und hundert Meter weit fliegen.

Pusteblume

Achim Hülshoff hat vor drei Jahren eine Pusteblume für seinen Garten hergestellt. Für diesen Skulpturenweg hat er die Idee erneut aufgegriffen und eine Maxiversion geschaffen. Auf der letzten Bienale in Venedig war eine ähnliche Skulptur von den Künstlern Rupali Gupte und Prasad Shetty aus Mumbai zu sehen. Mumbai - Venedig - Oeventrop:- Nicht schlecht!

Großer Beifall der Teilnehmer.

Stuhlgalerie Der Skulpturenweg führt weiter am Ruhrtalradweg entlang bis zur renaturierten Ruhr. Diese Strecke wurde von den Teilnehmern ganz besonders zum entspannten Plaudern genutzt. Alte "Dönekes" aus Oeventrop wurden erzählt und der urwüchsige Wanderweg wurde von vielen genauer in Augenschein genommen: Unterschiedliche Bäume wie Eichen, Buchen und sogar wilde Kirschbäume, Kräuter, Sträucher sowie ein großes, malerisches Meer von pinkfarbenem Springkraut, das sich rasant ausgebreitet hat, säumen den Weg.

Stuhlgalerie Hier nun beginnt die Stuhlgalerie, angeführt von einem wunderschönen Exemplar von Ulrich Kümmeke. Dieser Stuhl ist immer belegt von Wanderern oder Radfahrern. Etwas erhöht gelegen, genießt man den einzigartigen Blick auf die renaturierte Ruhr. - Traumhaft! Ruhe erlebbar zu machen ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens. Wenn dann noch Kunst ins Blickfeld rückt, ist alles komplett. Die Stuhlgalerie ist entstanden vor dem Hintergrund, dass Oeventrop früher 3 Stuhlfabriken hatte : die Oeventroper Stuhlfabrik Weber(auch Papen genannt), die Germania Kraas(auch Grillo genannt) und die Sauerländer Stuhlfabrik Gierse und Wrede (auch Klörkers genannt).

Ruhrtalradweg Die Stühle entlang des Ruhrtalradweges wurden bemalt, beklebt, behäkelt, bepflanzt. Auch Schrauben wurden hineingedreht oder sie wurden mit anderem Beiwerk geschmückt. Die Bevölkerung wird gebeten, keine ausgedienten Holzstühle zu entsorgen, sondern sie der Initiative zukommen zu lassen, da einige Stühle witterungsbedingt unansehnlich geworden sind und ersetzt werden müssen So kann die Stuhlgalerie lange bestehen .

Fundament Am Ortseingang Oeventrop erwartet uns ein besonderes Kunstwerk (mit einem soliden Fundament). Eine drehbare Sonne von dem Oeventroper Künstler Udo Wollmeiner geschaffen in Zusammenarbeit mit Joachim Dolle und Werner Findeklee. Herr Wollmeiner, der Alte vom Berge, wie er sich auch selbst nennt, erläuterte: Die "Sonne" steht hier auf historischem Boden, nämlich in den Vereinigten Staaten Oeventrops, mit Oeventrop, Glösingen und Dinschede. Die Sonne ist Lebenselixier und in allen Kulturen der Welt das Symbol für Leben und Lebensfreude. Die Fische auf der grünen Scheibenseite deuten auf die im Hintergrund fließende Ruhr hin, die Blumen auf der blauen Seite sind Zeichen für Vegetation. Auch die Augen sind wichtig. Augen wie Augenblicke. Mit den Augen werden schnelle Entscheidungen getroffen. Das Auge ist Beweis für unsere Lebensart.

Sonne mit Udo Wollmeiner Sonne mit Udo Wollmeiner Sonne

Herr Wollmeiner bedankte sich, dass in Oeventrop etwas entsteht. Hier: menschenverbindende Dekorationen. Nachträglich gratulierten ihm alle Teilnehmer zu seinem 8o. Geburtstag mit einem kleinen Geburtstagsständchen.

Bank aus Edelstahl und Keramik Judith Lenser (Dipl.-Keramik-Designerin) und Ernst Feldmann, (Metallbaumeister) gestalteten gemeinsam eine sehr eindrucksvolle, schöne künstlerische Bank. Frau Lenser und Herr Feldmann enthüllten das Kunstwerk gemeinsam (Foto 13,14). Frau Lenser erläuterte ihre Bank aus Edelstahl und Keramik. Gegensätzliche Materialien verbinden sich zu einem Werkstück, das neben seiner optischen Wirkung gleichzeitig zum praktischen Gebrauch einlädt.

Bank aus Edelstahl und Keramik Der Anlass, diese Bank zu gestalten gab die „Stuhlgalerie“, die zur Zeit in Oeventrop zu sehen ist und an die früheren Oeventroper Stuhlfabriken erinnern soll. Verbunden mit dem längst überfälligen Bedarf von Ruhemöglichkeiten entlang des Radwegs in Oeventrop. Wir hoffen, dass nicht nur Oeventroper Bürger, sondern auch viele Radtouristen aus Nah und Fern lange Freude an diesem Objekt haben.

Rückenmassage Ihre Einladung, die Abendsonne auf der Bank genießen zu können und gleichzeitig den Blick auf die Oeventroper Landschaft zu werfen, kamen Klara Lux und ihre Schwester Stina sofort nach. Klara:

Die ist ja super! Da wird man sogar im Sitzen auch noch am Rücken massiert!

Farbenfrohes Ende eines Fahrrades An der Ecke Flugplatz/Auf dem Kar erwarteten die Teilnehmer eine von Tina Lieske (Erzieherin) und Kindern aus dem Kindergarten St. Marien gestaltete Skulptur Farbenfrohes Ende eines Fahrrades. Frau Lieske enthüllte und vor dem Betrachter stand eine kunterbunte, farbenfroh angemalte Mülltonne mit einem liebevoll entsorgten weißen Fahrrad.

Farbenfrohes Ende eines Fahrrades Wie sie zu dieser Idee kam, beantwortete Tina so:

Vor einem halben Jahr, kurz vor der Gründung der INO, sah ich ein Fahrrad achtlos in eine Mülltonne gestopft und dachte, so eine trostlose "Beerdigung" hat ein Fahrrad nicht verdient. Ich bin leidenschaftliche Radreisende und empfinde für mein Rad das, was andere für ihren Hund empfinden, nämlich einen treuen Wegbegleiter auf meinen kunterbunten Touren. Und wenn ein Rad tausende von Kilometern gefahren ist, also alt geworden, nicht mehr so belastbar, nicht mehr einsatzbereit ist, dann soll es doch wenigstens all die bunten Erinnerungen des Fahrers bei sich haben, wenn es ausrangiert wird. Somit hat die Tonne mit dem Rad am Ruhrtalradweg einen idealen Standort gefunden. Die Kinder habe ich eingebunden, weil ich finde, dass sie sehr kreativ sind und sie durch ihr Mitwirken auch einen Bezug zu unserem Radwegstück haben sollen."

Die Freude, die die Künstler bei der Herstellung des Kunstwerks hatten, wird auch auf den Fotos deutlich.

Wanderer am Radweg Bei der letzten Station enthüllte Winfried Pietz sein Kunstwerk Wanderer am Radweg.

Als Winfried Pietz, ein 76-jähriger Künstler aus Oeventrop, von der INO gefragt wurde, ob er ein Kunstwerk zum Skulpturenweg beisteuern wolle, hat er zunächst lange überlegt. Dann fielen ihm zwei 30 Jahre alte Eichenbohlen, die immer schon im Keller lagen, auf, und die Idee zur Skulptur war geboren.

Wanderer am Radweg Winfried Pietz war und ist begeisterter Hobbykünstler und hatte bereits eine große Ausstellung vor einigen Jahren im Arnsberger Bahnhof. Seine Kunstwerke - überwiegend abstrakte Holz- und Steinskulpturen - stehen bisher in seinem Haus, Garten und bei Verwandten und Freunden. Dies ist das erste Kunstwerk, das nun öffentlich und dauerhaft in Oeventrop ausgestellt wird.

Klaus Büenfeld An dieser letzten Station ergriff Klaus Büenfeld das Wort und bedankte sich im Namen aller Teilnehmer:

Diese Veranstaltung tut Oeventrop gut. Wo Menschen zusammen kommen, haben sie unsere Unterstützung verdient. Hier steckt viel Arbeit hinter und ganz, ganz viele Leute haben aktiv mitgewirkt. Mit diesem Verein kommt Oeventrop weiter. Ich hoffe, dass INO viele Mitglieder bekommt.

Die Teilnehmer bekräftigen seine Worte mit starkem Applaus.

Olaf Spindeldreher lud im Anschluss alle zu einem gemütlichen Ausklang an der Flamme (bereits bestehendes Kunstobjekt) ein. Bis in die späten Abendstunden saßen viele Besucher noch hier zusammen. Es wurde gefachsimpelt, geplaudert, neue Kontakte geknüpft im Rahmen eines kleinen, aber feinen Grillfestes.

Grillfest Grillfest Grillfest Grillfest Grillfest

Der Skulpturenweg spricht von einer tiefen Harmonie zwischen Mensch, Kunst und Natur. Ein kleiner Kunstraum in unserer nahen Umgebung ist entstanden und das Heimatgefühl gestärkt worden. Es ist ein sehr schöner Beitrag für ein Ziel des Vereins, die Lebensqualität in Oeventrop zu verbessern durch Verschönerung öffentlicher Räume.

Sukzessive soll der Skulpturenweg erweitert werden. Dazu der Aufruf: Jeder, der eine Skulptur beitragen möchte, melde sich bitte bei INO.

Ausklang

Während des Aufbaus...

weitere Impressionen